Tripsdrill liegt eine gute halbe Stunde von uns entfernt und ist damit der nächstgelegene Freizeitpark, den man am Vormittag spontan ansteuern kann. Was viele nicht wissen: Es sind eigentlich zwei Anlagen, das Erlebnispark-Gelände und das Wildparadies, und sie liegen ein paar Autominuten auseinander.
Der Erlebnispark
Für Mila mit neun ist der Park inzwischen genau richtig. Die großen Achterbahnen fährt sie noch nicht alle, aber die mittleren Attraktionen reichen für einen ganzen Tag. Jonas mit sechs ist an der Grenze: Bei einigen Bahnen fehlen ihm ein paar Zentimeter, und das führt zu genau der Sorte Frust, die einen Tag kippen lässt.
Unsere Lösung war unelegant, aber wirksam: Wir haben uns aufgeteilt. Tobias mit Mila zu den schnelleren Sachen, ich mit Jonas zu den Wasserbahnen und dem Bereich mit den kleineren Fahrgeschäften. Nach dem Mittagessen haben wir getauscht. Kein Kind musste warten, während das andere fuhr.
Das Wildparadies
Der Wildpark kostet weniger, dauert kürzer und ist unser Favorit für Nachmittage, an denen wir nicht den ganzen Tag Zeit haben. Wölfe, Luchse, Bären, dazu ein Spielplatz und die Greifvogelvorführung. Für Jonas ist das ehrlich gesagt der bessere Ort — er kommt am Abend mit mehr Geschichten heim als aus dem Erlebnispark.
Praktisch: Es gibt Kombitickets, wenn man beides an einem Tag machen will. Wir haben das einmal probiert und würden es nicht wiederholen. Zwei halbe Sachen sind mit Kindern schlechter als eine ganze.
Wann hinfahren
An einem Dienstag im Mai standen wir nirgends länger als zehn Minuten an. Am Samstag im Juli dagegen war die Wartezeit an den beliebten Bahnen bei 40 Minuten, und mit einem Sechsjährigen sind 40 Minuten Warten eine Zumutung. Wenn es irgendwie geht, nehmen wir einen Schultag in den Ferien unter der Woche.
Was der Tag kostet
Vier Tickets für den Erlebnispark liegen bei rund 140 Euro, Parken kommt dazu. Essen im Park ist okay, aber teuer; wir nehmen Brote mit und kaufen nur Getränke und einmal Pommes. Insgesamt landen wir bei ungefähr 180 Euro für den Tag. Für den Wildpark ist es weniger als die Hälfte.
Ob das viel ist, muss jeder selbst wissen. Wir machen so einen Tag zwei- bis dreimal im Jahr und dazwischen die kostenlosen Sachen: Wald, Spielplatz, Neckarufer.


