Das Blühende Barock in Ludwigsburg ist einer der wenigen Orte, an denen Erwachsene und Kinder ungefähr gleich viel davon haben — die einen wegen der Gartenanlage, die anderen wegen des Märchengartens, der mit demselben Ticket zugänglich ist.
Zum Saisonstart hinfahren
Wir waren dieses Jahr in der zweiten Märzwoche da, kurz nach der Eröffnung. Vorteil: kaum Andrang, alles frisch bepflanzt, Tulpen und Narzissen. Nachteil: Es war kalt, und wir haben nach drei Stunden aufgegeben.
Im Mai ist es voller, aber angenehmer, und im Herbst mit dem Kürbisausstellung ist es unser zweiter Termin im Jahr. Wer nur einmal hinwill, sollte den Mai nehmen.
Der Märchengarten aus Kindersicht
Jonas mit sechs findet ihn großartig. Die begehbaren Szenen, das Krokodil im Wasser, der Turm von Rapunzel, in dem eine Stimme antwortet, wenn man ruft. Er läuft von Station zu Station und will alles zweimal.
Mila mit neun ist an der Kippe. Sie macht es noch mit, aber eher aus Gewohnheit als aus Begeisterung, und ihre Lieblingsstationen sind inzwischen die zum Klettern. Ich schätze, mit elf ist das Thema durch. Wer also überlegt, ob sich der Weg lohnt: zwischen vier und neun ist das Fenster.
Was man wissen sollte
Das Gelände ist groß, und der Märchengarten liegt am hinteren Ende. Wer mit kleinen Kindern kommt, sollte den Kinderwagen nicht zu Hause lassen, auch wenn das Kind eigentlich läuft — die Strecke summiert sich.
Essen ist erlaubt und es gibt Wiesen. Die Gastronomie ist okay, aber wir picknicken lieber. Und die Toiletten sind an den Rändern verteilt, was man vorher einmal auf dem Plan anschauen sollte.
Preise und Alternative
Ein Tagesticket für zwei Erwachsene und zwei Kinder liegt bei rund 45 Euro. Eine Dauerkarte für die Saison lohnt sich ab dem dritten Besuch — für uns knapp, weil wir realistisch zweimal hingehen.
Die Alternative, wenn es nur um Spielen im Grünen geht: der Schlosspark in Stuttgart-Hohenheim oder die Wiesen am Neckar in Remseck. Kostet nichts und ist an einem normalen Nachmittag völlig ausreichend.


