Drei Wanderungen auf der Schwäbischen Alb, die auch ein Sechsjähriger schafft
Ausflüge und Kurztrips

Drei Wanderungen auf der Schwäbischen Alb, die auch ein Sechsjähriger schafft

22 Oktober 2025 — Annette Weimann — 2 Min. Lesezeit
Wandern mit Kindern funktioniert bei uns nur mit einem Versprechen am Ende: eine Höhle, eine Burg, ein Aussichtsturm.

Wandern mit Kindern funktioniert bei uns nur mit einem Versprechen am Ende: eine Höhle, eine Burg, ein Aussichtsturm. Reine Landschaft reicht nicht. Diese drei Touren auf der Alb haben wir mehrfach gemacht und können sie guten Gewissens empfehlen.

1. Wimsener Höhle und Wimsener Mühle

Rund vier Kilometer, kaum Steigung, gut mit Turnschuhen zu gehen. Der Clou ist die Bootsfahrt in die Höhle: Man sitzt in einem flachen Kahn und wird in den Berg gefahren. Es dauert nur wenige Minuten und kostet ein paar Euro, aber beide Kinder reden noch Wochen später davon.

Nörgelfaktor: niedrig. Der Weg ist eben, das Ziel greifbar, und an der Mühle gibt es Kuchen.

2. Burg Hohenneuffen

Von Neuffen aus etwa 1,5 Kilometer bergauf, gut 200 Höhenmeter. Das ist die anspruchsvollste unserer drei Touren, und ehrlich gesagt die, bei der Jonas beim ersten Mal auf halber Strecke streiken wollte. Was geholfen hat: alle 300 Meter eine kleine Pause und die Ansage, dass es oben Pommes gibt.

Die Ruine selbst ist ein riesiges Gelände zum Herumklettern, und der Blick reicht bei klarem Wetter bis zum Schwarzwald. Wir gehen im Frühjahr oder Herbst hin, im Hochsommer ist der Aufstieg ohne Schatten unangenehm.

3. Blautopf und Blaubeuren

Streng genommen keine Wanderung, sondern ein Spaziergang von zwei Kilometern durch den Ort und am Wasser entlang. Der Blautopf hat diese Farbe, die man auf Fotos für bearbeitet hält, und im Hammerwerk daneben kann man alte Maschinen anschauen.

Wir kombinieren das mit einem Eis in der Altstadt und sind nach zweieinhalb Stunden wieder im Auto. Das ist unser Ziel für Tage, an denen wir eigentlich keine Zeit haben.

Was bei uns immer im Rucksack ist

Pro Kind eine Trinkflasche, ein Müsliriegel, eine Regenjacke und Ersatzsocken. Dazu Pflaster, Traubenzucker und eine Kleinigkeit als Überraschung für den Punkt, an dem die Stimmung kippt. Diese Reserve habe ich mir angewöhnt, nachdem wir einmal ohne alles auf halber Strecke standen.

Und der wichtigste Grundsatz: Die Länge der Tour bemisst sich nicht an dem, was die Erwachsenen schaffen, sondern an dem, was das jüngste Kind schafft — plus Rückweg.

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