Zugfahren mit Kindern: Sparpreis, Sitzplatz und die Sache mit dem Umstieg
Reisen mit Kindern

Zugfahren mit Kindern: Sparpreis, Sitzplatz und die Sache mit dem Umstieg

19 November 2025 — Annette Weimann — 2 Min. Lesezeit
Für unseren Kurztrip nach München haben wir das Auto stehen lassen.

Für unseren Kurztrip nach München haben wir das Auto stehen lassen. Ich hatte Respekt davor, mit zwei Kindern und Gepäck umzusteigen, und rückblickend war der Respekt zu groß — aber ein paar Sachen würde ich anders machen.

Buchen: früh und mit Sitzplatz

Sparpreise gibt es ab etwa sechs Monaten vor der Fahrt, und der Unterschied ist erheblich. Für uns vier hin und zurück haben wir rund 90 Euro gezahlt, weil ich früh gebucht habe. Zwei Wochen vorher wäre es das Dreifache gewesen.

Kinder unter sechs fahren kostenlos, Kinder bis 14 in Begleitung ebenfalls, wenn man sie beim Buchen mit angibt. Das habe ich beim ersten Versuch übersehen und für Mila fast ein eigenes Ticket gekauft.

Sitzplatzreservierung ist kein Luxus, sondern die Bedingung. Vier Plätze am Tisch kosten wenige Euro extra und sind der Unterschied zwischen einem entspannten und einem furchtbaren Vormittag. Ohne Reservierung stehen Familien im Zweifel im Gang.

Der Umstieg

Wir hatten 12 Minuten Umsteigezeit in Stuttgart. Das hat gerade so geklappt, aber ich war die ganze Fahrt vorher angespannt. Beim nächsten Mal buche ich eine Verbindung mit mindestens 25 Minuten. Der Zeitgewinn ist es nicht wert.

Gepäck: Ein Rollkoffer für alle vier, dazu ein Rucksack pro Person. Jedes Kind trägt seinen eigenen Rucksack mit Trinkflasche, Snack und Beschäftigung. Das funktioniert erstaunlich gut, wenn man ihn vorher gemeinsam packt.

Was besser war als im Auto

Alle vier konnten sich unterhalten. Wir haben zwei Stunden lang Karten gespielt, was im Auto nicht geht. Ich musste nicht fahren und konnte aus dem Fenster schauen. Und am Ziel waren wir mitten in der Stadt statt in einem Parkhaus.

Was schlechter war

Man ist unflexibel. Der Sparpreis ist an den Zug gebunden, und als Jonas kurz vor der Abfahrt noch auf die Toilette musste, war das ein Moment von echter Panik.

Und die Verspätung auf dem Rückweg — 40 Minuten — hat den Anschluss gekostet. Wir sind eine Stunde später als geplant zu Hause gewesen, mit zwei müden Kindern am Bahnsteig. Das ist der Preis.

Fazit

Für Städtereisen fahren wir ab jetzt Zug. Für Ferienwohnungen am Meer, wo wir vor Ort ein Auto brauchen, bleibt es beim Auto. Und ich buche nie wieder eine Verbindung mit unter 20 Minuten Umsteigezeit.

Beitrag teilenftin@

Kommentare sind geschlossen.

Ähnliche Beiträge
Camping mit Kindern zum Ausprobieren: was wir geliehen und was wir gekauft haben
Urlaub in den Schulferien buchen, ohne dreimal so viel zu zahlen
Ferienwohnung oder Hotel mit Kindern? Unsere ehrliche Bilanz nach acht Jahren