Camping mit Kindern zum Ausprobieren: was wir geliehen und was wir gekauft haben
Reisen mit Kindern

Camping mit Kindern zum Ausprobieren: was wir geliehen und was wir gekauft haben

10 Juni 2026 — Annette Weimann — 2 Min. Lesezeit
Camping war lange nichts für mich.

Camping war lange nichts für mich. Der Anstoß kam von Mila, die bei einer Freundin übernachtet hatte, deren Familie campt. Wir haben es für drei Nächte am Bodensee ausprobiert, mit möglichst wenig eigenem Material.

Was wir geliehen haben

Das Zelt. Ein Vier-Personen-Zelt kostet neu zwischen 200 und 500 Euro, geliehen haben wir es von Freunden für ein Kuchenblech. Wer niemanden hat: Manche Outdoor-Läden verleihen, und es gibt Campingplätze, die eingerichtete Mietzelte anbieten. Das ist für den ersten Versuch die beste Variante — man merkt, ob es einem liegt, ohne etwas zu besitzen.

Ebenfalls geliehen: Campingstühle und ein Tisch. Beides ist sperrig und wird zu Hause nur Platz wegnehmen, wenn es beim einen Mal bleibt.

Was wir gekauft haben

Isomatten und Schlafsäcke. Das ist der Punkt, an dem ich nicht sparen würde. Eine schlechte Matte bedeutet eine schlechte Nacht, und eine schlechte Nacht bedeutet mit Kindern einen schlechten Tag. Wir haben selbstaufblasende Matten genommen, rund 40 Euro pro Stück, und sie inzwischen dreimal benutzt.

Dazu eine Stirnlampe pro Person. Klingt übertrieben, ist es nicht: Nachts zur Toilette, im Zelt etwas suchen, abends noch Karten spielen. Die Kinder fanden die Lampen sowieso das Beste an der ganzen Reise.

Der Platz macht den Unterschied

Wir hatten einen Platz mit Sanitärgebäude in 50 Metern Entfernung, Spielplatz und direktem Seezugang. Das ist beim ersten Mal wichtiger als die schöne Aussicht. Wer mit einem Sechsjährigen nachts 200 Meter zur Toilette laufen muss, hat den Reiz von Camping schnell verstanden.

Kosten: Stellplatz plus vier Personen plus Strom lagen bei rund 42 Euro pro Nacht. Das ist nicht nichts, aber deutlich unter einer Ferienwohnung.

Was schwierig war

Regen. Es hat in der zweiten Nacht geschüttet, und ein Zelt ohne Vorzelt bedeutet, dass man nirgends sitzen kann. Wir sind ins Auto und haben dort gefrühstückt. Beim nächsten Mal nehmen wir eine Plane oder ein Zelt mit Apsis.

Und Kochen. Wir hatten einen kleinen Gaskocher, auf dem Wasser für Nudeln zwölf Minuten braucht. Für drei Nächte in Ordnung, für eine Woche zu wenig.

Fazit

Beide Kinder wollen wieder. Ich auch, aber nicht länger als vier Nächte am Stück, und nur mit einer Wetteraussicht, die halbwegs stabil ist. Für rund 130 Euro Übernachtungskosten hatten wir drei Tage, über die zu Hause wochenlang geredet wurde.

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