Sobald Kinder in der Schule sind, ist die Flexibilität weg. Wir zahlen für dieselbe Wohnung in den Sommerferien das Doppelte. Ganz vermeiden lässt sich das nicht, aber ein paar Dinge haben bei uns messbar geholfen.
1. Die Randwochen nehmen
Die teuerste Zeit sind die mittleren Ferienwochen, wenn Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen gleichzeitig frei haben. Die erste und die letzte Ferienwoche sind spürbar günstiger. Wir fahren inzwischen fast immer in der letzten Woche, auch wenn dann die Rückkehr direkt vor dem Schulanfang liegt.
2. Ziele wählen, die nicht jeder will
Kärnten statt Gardasee, Zeeland statt Mallorca, Ostsee statt Nordsee. Das klingt nach Verzicht, ist aber oft nur eine andere Entscheidung. Unsere Woche am Faaker See hat weniger gekostet als vier Tage in einem vergleichbaren Haus in Südtirol.
3. Früh buchen — mit Einschränkung
Für Ferienwohnungen und Ferienhäuser gilt: je früher, desto besser. Die guten Objekte sind im Januar weg. Bei Pauschalreisen ist es komplizierter; da gibt es tatsächlich manchmal Last-Minute-Angebote, die günstiger sind. Wir buchen Wohnungen früh und schauen bei Flugreisen zusätzlich sechs Wochen vorher noch einmal.
4. Nebenkosten vorher zusammenrechnen
Endreinigung, Kurtaxe, Bettwäsche, Handtücher, Haustier, Strom nach Verbrauch, Kaution. Bei einem Angebot für 620 Euro die Woche kamen bei uns am Ende 810 Euro heraus. Ich rechne das inzwischen vor dem Vergleich zusammen, sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen.
5. Anreise ehrlich rechnen
900 Kilometer einfach sind bei unserem Verbrauch rund 120 Euro Sprit pro Richtung, dazu Maut und Vignette. Wer das nicht einrechnet, hält einen weit entfernten Schnäppchenurlaub für günstiger, als er ist. Bei zwei Übernachtungen unterwegs kippt die Rechnung ganz.
Was bei uns nichts gebracht hat
Vergleichsportale mit Preiswecker. Wir haben damit ein halbes Jahr lang eine Wohnung beobachtet, und der Preis ist nie gefallen — er ist gestiegen, weil andere gebucht haben.
Und Stornoversicherungen für jede Kleinigkeit. Wir schließen sie nur bei teuren Pauschalreisen ab. Bei einer Ferienwohnung für 500 Euro ist das Risiko überschaubar, und die Versicherung kostet über Jahre mehr, als sie uns je erstattet hat.


