Wäscheberg: wie wir aufgehört haben, jeden Tag zu waschen
Familienalltag

Wäscheberg: wie wir aufgehört haben, jeden Tag zu waschen

5 November 2025 — Annette Weimann — 2 Min. Lesezeit
Es gab eine Phase, in der bei uns täglich eine Maschine lief und trotzdem immer ein Berg im Bad stand.

Es gab eine Phase, in der bei uns täglich eine Maschine lief und trotzdem immer ein Berg im Bad stand. Das Problem war nicht die Menge, sondern dass Waschen bei uns nie fertig war — es gab keinen Zustand, in dem alles erledigt war.

Die Erkenntnis, die alles verändert hat

Nicht das Waschen ist der Engpass, sondern das Wegräumen. Die Maschine läuft von allein, der Trockner auch. Aber der Wäschekorb mit sauberer Wäsche steht dann drei Tage im Schlafzimmer, und in der Zwischenzeit füllt sich der Korb mit schmutziger.

Seit wir eine Regel haben, dass eine Ladung erst dann als erledigt gilt, wenn sie im Schrank ist, ist der Berg verschwunden. Es sind dieselben Arbeitsschritte, nur anders zusammengefasst.

Zwei feste Waschtage

Wir waschen dienstags und samstags, jeweils zwei bis drei Maschinen. Dazwischen läuft nur etwas, wenn ein Kind sich einsaut oder Sportsachen bis Donnerstag gebraucht werden.

Der Effekt war zunächst irritierend: Der Korb ist am Montagabend voller als früher. Aber das Wegräumen passiert konzentriert an zwei Abenden statt jeden Tag ein bisschen, und das ist deutlich weniger Aufwand.

Die Kinder machen mit — begrenzt

Mila räumt ihre eigene Wäsche in den Schrank, seit sie acht ist. Nicht ordentlich, aber sie macht es. Jonas sortiert die Socken, was er tatsächlich gern macht, weil es ein Spiel ist.

Was nicht funktioniert hat: die Erwartung, dass sie Wäsche selbst in den Korb bringen. Das klappt an guten Tagen. Ich habe deshalb einen zweiten Korb ins Kinderzimmer gestellt, und seitdem liegt weniger auf dem Boden.

Was wir weniger waschen

Hosen, die einen Tag getragen wurden und sauber sind, kommen zurück in den Schrank. Das klingt selbstverständlich, war es bei uns aber nicht — bei den Kindern landete alles am Abend im Korb, egal wie es aussah.

Handtücher werden nicht mehr täglich getauscht, sondern hängen zum Trocknen und werden zweimal pro Woche gewechselt. Allein das hat eine Maschine pro Woche gespart.

Und der Rest

Ich bügle nur noch Hemden von Tobias. Alles andere wird beim Aufhängen glatt gezogen. Ich habe das mit schlechtem Gewissen angefangen und nach zwei Wochen gemerkt, dass es niemandem aufgefallen ist.

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