Stromvertrag zum ersten Mal wirklich geprüft — was dabei herausgekommen ist
Haushalt und Budget

Stromvertrag zum ersten Mal wirklich geprüft — was dabei herausgekommen ist

11 März 2026 — Annette Weimann — 2 Min. Lesezeit
Wir waren seit dem Einzug beim örtlichen Grundversorger, in der Grundannahme, dass das schon in Ordnung sei.

Wir waren seit dem Einzug beim örtlichen Grundversorger, in der Grundannahme, dass das schon in Ordnung sei. Im Februar habe ich mich zum ersten Mal ernsthaft hingesetzt und nachgerechnet.

Die Ausgangslage

3.400 Kilowattstunden Jahresverbrauch, Abschlag 118 Euro im Monat. Der Verbrauch stand auf der letzten Abrechnung, den brauchte ich als Erstes — ohne die tatsächliche Zahl ist jeder Vergleich Fantasie. Wer neu eingezogen ist, kann mit ungefähr 3.000 bis 3.500 Kilowattstunden für vier Personen rechnen, sollte den Wert aber nach dem ersten Jahr korrigieren.

Was ich vorher falsch verstanden hatte

Ich dachte, der entscheidende Wert sei der Preis pro Kilowattstunde. Tatsächlich besteht die Rechnung aus zwei Teilen: dem Grundpreis, der monatlich unabhängig vom Verbrauch anfällt, und dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde. Bei niedrigem Verbrauch wiegt der Grundpreis schwer, bei hohem der Arbeitspreis.

Der zweite Punkt: Boni. Viele der günstigsten Angebote sehen im ersten Jahr gut aus, weil ein einmaliger Bonus eingerechnet ist. Im zweiten Jahr sieht die Rechnung anders aus. Ich habe deshalb beide Zahlen verglichen — mit Bonus und ohne.

Worauf ich am Ende geachtet habe

Vertragslaufzeit von höchstens zwölf Monaten und eine Kündigungsfrist, die nicht bei sechs Wochen zum Ende der Laufzeit liegt, sondern kürzer ist. Preisgarantie auf den Energieanteil, mindestens für die Laufzeit. Und keine Vorauskasse — das ist für mich ein Ausschlusskriterium, unabhängig vom Preis.

Bewertungen des Anbieters habe ich mir angeschaut, aber mit Abstand: Bei Energieanbietern schreiben überwiegend verärgerte Kunden. Interessant war eher, ob sich die Beschwerden auf Abrechnung und Erreichbarkeit häufen.

Das Ergebnis

Der Wechsel hat auf zwölf Monate gerechnet rund 210 Euro gebracht, mit Bonus. Ohne Bonus wären es etwa 90 Euro gewesen. Das ist ordentlich, aber es ist keine Summe, für die ich die Sache jedes Quartal machen würde.

Der Wechsel selbst war unspektakulär: Der neue Anbieter kündigt beim alten, man macht nichts außer den Zählerstand melden. Der Strom fällt dabei nicht aus, was ich tatsächlich kurz befürchtet hatte.

Was ich mir für nächstes Jahr notiert habe

Termin im Kalender, zwei Monate vor Ablauf der Preisgarantie. Ohne Termin passiert genau das, was neun Jahre lang passiert ist: nichts. Und den Abschlag nach der ersten Abrechnung an den echten Verbrauch anpassen, statt dem Anbieter zinslos Geld zu leihen.

Beitrag teilenftin@

Kommentare sind geschlossen.

Ähnliche Beiträge
Second Hand für Kindersachen: was sich lohnt und was ich neu kaufe
Nebenkosten im Familienhaushalt: wo bei uns das Geld wirklich hingeht
Urlaubskasse: wie wir das Reisebudget übers Jahr zusammensparen