Ich kaufe einen großen Teil der Kindersachen gebraucht, und das hat weniger mit Sparen zu tun als damit, dass eine Matschhose nach einem Winter zu klein ist, aber noch aussieht wie neu. Nach ein paar Jahren habe ich eine klare Vorstellung davon, wo sich das lohnt.
Gebraucht ohne Bedenken
Oberbekleidung. Regenjacken, Matschhosen, Winterjacken, Skianzüge. Das sind die teuersten Teile und gleichzeitig die, die am wenigsten leiden, weil sie über der normalen Kleidung getragen werden. Eine gebrauchte Matschhose für acht Euro statt 35 neu ist ein Unterschied, der sich über zwei Kinder summiert.
Bücher und Spiele. Auf Flohmärkten kostet ein Kinderbuch einen Euro. Wir haben ein volles Regal, das uns kaum etwas gekostet hat, und die Bücher werden weitergegeben, wenn sie zu jung sind.
Sportausrüstung, die nur eine Saison passt: Schlittschuhe, Skihelm, Schwimmflügel, Fahrradanhänger. Das ist der Bereich mit dem größten Preisunterschied.
Was ich neu kaufe
Schuhe. Getragene Schuhe haben die Fußform des vorherigen Kindes angenommen, und bei einem wachsenden Fuß will ich das nicht. Ausnahme sind Gummistiefel und Schuhe, die offensichtlich kaum getragen wurden.
Fahrradhelme. Ein Helm, der einmal einen Sturz hatte, sieht danach oft unauffällig aus und schützt trotzdem nicht mehr. Man sieht es dem Helm nicht an, und ich kann bei einem Gebrauchtkauf nicht wissen, was er hinter sich hat.
Und Unterwäsche, was vermutlich keiner Erklärung bedarf.
Wo ich kaufe
Kleiderbasare in Kindergärten und Gemeindehäusern sind bei uns das Beste, weil die Sachen vorsortiert und die Preise niedrig sind. Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, und man sollte früh da sein.
Kleinanzeigen für größere Einzelteile — Fahrrad, Anhänger, Roller. Da lohnt sich Geduld: Ein gutes Kinderfahrrad taucht alle paar Wochen auf, und die Preisunterschiede zwischen zwei Angeboten sind erheblich.
Verkaufen als zweite Hälfte
Was uns zu klein wird, verkaufe ich zweimal im Jahr im Paket. Nicht einzeln, das ist zu viel Aufwand für zwei Euro. Ein Bündel Hosen Größe 116 für 15 Euro geht schnell weg, und das Geld landet auf dem Urlaubskonto.
Was übrig bleibt, geht in die Kleiderkammer. Am Ende ist das der eigentliche Punkt: Diese Sachen haben oft noch zwei Kinderleben vor sich.


