Reiseapotheke für Familien: was wirklich mit muss — und was zu Hause bleiben kann
Reisen mit Kindern

Reiseapotheke für Familien: was wirklich mit muss — und was zu Hause bleiben kann

2 Juli 2025 — Annette Weimann — 2 Min. Lesezeit
Ich war lange nachlässig mit der Reiseapotheke.

Ich war lange nachlässig mit der Reiseapotheke. Das hat sich in einem Ferienhaus in Dänemark geändert, als Jonas nachts 39,4 Fieber hatte und die nächste Apotheke 20 Kilometer entfernt und geschlossen war. Seitdem gibt es eine feste Tasche, die ich nicht jedes Mal neu zusammenstelle.

Das Wichtigste zuerst

Fiebersaft in der passenden Dosierung für beide Kinder, dazu ein Fieberthermometer. Das ist der Kern. Kinder bekommen im Urlaub Fieber, weil sie müde sind, weil es kalt war, weil sie fremde Keime treffen — und immer nachts.

Dazu Zäpfchen als Alternative, falls das Kind den Saft nicht bei sich behält. Das habe ich einmal nicht dabeigehabt und es nicht vergessen.

Haut

Sonnencreme mit hohem Faktor, und zwar mehr als man denkt: Für eine Woche am Meer brauchen wir zu viert eine große Flasche plus einen Stift fürs Gesicht. Dazu eine Creme für den Fall, dass es doch zu viel war, und Wundsalbe.

Insektenschutz und etwas gegen Stiche. Eine Zeckenzange gehört bei uns immer dazu, auch wenn wir nur auf die Alb fahren.

Magen und Darm

Elektrolytpulver zum Anrühren. Wenn ein Kind einen Magen-Darm-Infekt bekommt, ist das die Sache, die zählt. Dazu etwas gegen Übelkeit für die Autofahrt — Mila wird auf Serpentinen zuverlässig schlecht.

Kleinkram, der oft fehlt

Pflaster in zwei Größen, sterile Kompressen, eine kleine Schere, Desinfektionsspray, Splitterpinzette. Das klingt nach viel, passt aber in eine Tasche von der Größe eines Kulturbeutels.

Was ich nicht mehr mitnehme

Ganze Packungen von allem. Ich nehme angebrochene Blister und schreibe das Verfallsdatum auf einen Zettel in der Tasche. Zweimal im Jahr sortiere ich aus.

Und ich schleppe keine Medikamente mehr mit, die wir zu Hause nie benutzen. Was in acht Jahren nie gebraucht wurde, bleibt da.

Der Zettel, der dazugehört

In der Tasche liegt ein Zettel mit den Versichertennummern, den Impfdaten der Kinder und der Nummer unserer Kinderärztin. Im Ausland zusätzlich die Nummer der Auslandskrankenversicherung. Das kostet fünf Minuten einmal im Jahr und spart im Ernstfall die Suche im Handy mit zitternden Händen.

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