Ferienwohnungen sind selten so ausgestattet, wie man hofft. Manches fehlt immer, manches fehlt nur dann, wenn man es dringend braucht. Diese Liste ist über Jahre entstanden, meistens aus Ärger.
Küche
Ein scharfes Messer. Das ist der Klassiker: In neun von zehn Ferienwohnungen gibt es nur stumpfe Messer, mit denen man keine Tomate schneiden kann. Wir haben ein gutes Messer in einer Schutzhülle dabei, und es ist jedes Mal im Einsatz.
Dazu: Spüllappen und Spülmittel für den ersten Abend, ein paar Gefrierbeutel, Alufolie, und Kaffee in der Form, die wir zu Hause trinken. Nichts ruiniert einen Urlaubsmorgen so zuverlässig wie schlechter Kaffee.
Kinder
Nachtlicht. In fremden Wohnungen wachen Kinder auf und wissen nicht, wo sie sind. Ein kleines Licht in der Steckdose hat bei uns mehr Nächte gerettet als jede Einschlafhilfe.
Dann: das eigene Kopfkissen für Jonas, weil er sonst nicht schläft. Zwei Kuscheltiere, nicht eins — falls eines verloren geht. Und ein Kartenspiel, das alle vier können.
Bad und Gesundheit
Waschlappen, weil viele Vermieter keine stellen. Ein Reisewaschmittel für die Handwäsche, wenn kein Waschraum da ist. Und die Reiseapotheke, über die ich getrennt geschrieben habe.
Technik
Mehrfachsteckdose. Diese eine Sache verändert einen Urlaub mehr, als sie sollte. In den meisten Wohnungen gibt es genau eine erreichbare Steckdose in der Nähe des Betts, und wir haben vier Geräte.
Dazu ein langes Ladekabel, ein Bluetooth-Lautsprecher, wenn wir campen, und im Ausland der passende Adapter — auch wenn wir meistens in Ländern mit deutschen Steckdosen sind.
Der Rest
Eine Wäscheleine mit Klammern, ein Handtuch fürs Auto, eine große Papiertüte für Müll auf der Fahrt, und ein Beutel für Schmutzwäsche, damit sie sich nicht mit dem Rest mischt.
Was ich mir abgewöhnt habe
Wir haben früher zu viel Kleidung mitgenommen. Für eine Woche packe ich inzwischen fünf Garnituren pro Kind, weil es in fast jeder Wohnung eine Waschmaschine gibt oder zumindest ein Waschbecken. Der halbe Koffer, den wir uns dadurch sparen, ist Platz für Dinge, die wir wirklich brauchen.
Und Spielzeug: zwei Sachen pro Kind, mehr nicht. Es endet ohnehin damit, dass sie draußen mit Stöcken spielen.


